Protestaktion der Bauwagenbewohner; Bild: Privat

Absurdes Gezerre um die Wagenburg in Homberg

Die Sondersitzung in der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl am 24. September 2015 war ein Musterbeispiel dafür, wie Kommunalpolitik nicht aussehen sollte. Auf die Details der Auseinandersetzung und das Verhalten von Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann (SPD) werden wir auf diesem Blog später noch eingehen.

Folgend die Pressemitteilung von Fred Walt, Sprecher des Trägervereins Experimentelles Wohnen e.V., in vollem Text.

 

+ + + + + Pressemitteilung + + + + +

31. Pressemitteilung | Duisburg, 25.9.2015

Duisburger Grüne arbeiten weiter an der Vernichtung des letzten Bauwagenplatzes in der Stadt

In der Sondersitzung der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl am 24.9.2015 stimmten die Grünen nicht für den Erhalt des Wagenplatzes. Stattdessen drückten sie einen Antrag mit der SPD und der Linke durch, bei dem die Bewohner auf zwei Drittel ihrer Fläche verzichten sollen. Also 12 Bewohner und 16 Bauwägen werden darin auf 1000 Quadratmeter eingezwängt.

Diese Marschrichtung wurde von der Gesamtfraktion der Grünen Duisburg in der Sitzung vom 23.9.2015 abgestimmt. Was 2013 mit der Kündigungsvorbereitung und 2014 mit der Durchsetzung der Kündigung begann, soll jetzt vollendet werden.

Trotz eines Beschlusses für mehr Wagenplätze, der auf Bundes- und Landesebene der grünen Partei verifiziert wurde, machen die Grünen auf Kreisebene genau das Gegenteil, nämlich die Vernichtung des Wagenplatzes und die Vertreibung der Bewohner aus dem Stadtgebiet.

Auch die zwanzigjährige ökologische, ressourcenschonende und nachhaltige Lebensweise der Menschen auf dem Homberger Platz, brachte diese Politiker nicht dazu, sich für den Erhalt der Wagenburg einzusetzen.

Der Bezirksfraktionsvorsitzende in Homberg Dietmar Beckmann musste inzwischen zugeben, das er den Kündigungsbeschluss für falsch halte. Jasmin Seiwert (Vorstand Ortsverband Duisburg West) sagte es deutlicher: “… es gibt keinen guten Grund gegen die Wagenburg…und es gibt kein vernünftiges Argument, das die Kündigung und die halbherzige Suche nach einem neuen Platz gerechtfertigt hätte“ (Wochen Anzeiger vom 23.9.2015).

Was rechtfertigt dann die Dezimierung des Pachtgeländes der Bauwagenplatzbewohner?

Experimentelles Wohnen e.V.
http://www.bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu

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Hinweis: Dieser Beitrag ist lediglich ein Informationsangebot und keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland oder des Kreisverbandes Duisburg.

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