Der ADAC und der KOPP-Verlag

Ich kann nicht verstehen, dass der ADAC in jeder Ausgabe seines Magazin ADAC Motorwelt Werbung für einen Verlag der macht, der erstaunlich viel rechtes Gedankengut verbreitet.

Selbst auf Hinweise reagiert der ADAC nur mit den Verweis, dass es um das Geld geht.

Aber Anzeigen um jeden Preis. Auch für einen Verlag, der durch die Werbung seriös erscheint? Ich würde so etwas nicht machen. Eine ethische Grundhaltung ist mir wichtiger als Geld.

Ich denke darüber nach meine Mitgliedschaft wieder zu beenden und rufe die anderen Mitglieder dazu auf sich ebenfalls über diesen Umstand zu Beschweren. Email an ADAC |Klammeraffe| ADAC |Punkt| de kann helfen etwas zu ändern.

8 Kommentare

  1. 1

    Ist es ethisch für Dich in Ordnung, politische Zensur zu betreiben bzw. einzufordern?
    Die Quellen die Du angegeben hast sind alles andere als seriös oder politisch ausgewogen, dabei handelt es sich vielmehr um linke Propaganda und trotzdem dürfen die Verfasser ihre Meinung äussern, so ist das in einer Demokratie! Und deshalb soll auch der Kopp-Verlag weiterhin Werbung machen können wo er will!

  2. 2

    Wo ist das bitte politische Zensur, wenn die zahlenden Kunden einen Händler auffordern bestimmtes zu unterlassen oder sie Wechseln? Das ist informelle Selbstbestimmung. Ich empfehle dringend eine Auffrischung in politischer Bildung und Staatsbürgerkunde.

    Wenn ich mir die beworbenen Bücher jedenfalls so ansehe dürften die in den Links genannten Punkte nicht so weit von der Realität entfernt sein.

  3. 3

    Nein, informelle Selbstbestimmung ist:

    a) für den ADAC, wenn er entscheidet, mit wem er wirbt
    b) für den Kopp-Verlag, wenn er entscheidet, WO er wirbt
    c) für SIE, wenn Sie entscheiden, ob Sie der Anzeige Folge leisten oder nicht.

    Zensur ist das falsche Wort – Boykott das richtigere.

    Ich nehme an, Sie würden Zeter und Horrido schreien, wenn ein „Rechter“ zum Boykott aufrufen würde, weil ihm eine – seiner Ansicht nach „linke“ Meinung nicht schmeckt?

    Aber Sie scheinen die These zu vertreten: Demokratie ist, was mir gefällt. Demokratie endet, wo die Freiheit andererer beschnitten wird, bzw. wie Fr. Luxemburg sagte: …“ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“. Soviel zu Ihrer „Politischen Bildung“

  4. 4

    […] Brief an den ADAC schreiben, nach ersten Recherchen habe ich nun aber erfahren, daß das Mitglieder schon vor Jahren versucht haben, offensichtlich erfolglos, also bleibt nur eins: Austreten und zwar […]

  5. 5

    Wie gesagt, lassen Sie Ihn doch werben. Schlimmstenfalls kauft sich jemand ein Buch, in dem von Chemtrails und BRD GmbH fabuliert wird. Jeder ist selbst fähig, zu entscheiden, was er glaubt. Ihrer Rechnung nach müsste die NPD längst stärkste Fraktion im Bundestag sein, weil in etwa soviele ADAC-Mitglieder die Anzeigen sehen. Ist sie aber nicht. Also können die Leute selbst denken und kaufen sich die Bücher nicht bzw. lassen sich von Chemtrailargumenten nicht überzeugen.

    Aber was anderes fällt mir auf: Dass die Deutschen glücklich sind, wenn sie unliebsame Meinungen zensieren/boykottieren/denunzieren können. Demokratie funktioniert, wenn alle die gleichen Rechte haben, und die besten Argumente sich durchsetzen. Zumindest beim ADAC funktioniert das – oder, aus Sicht des Kopp-Verlages, eben mangels Argumenten nicht!

    • Was für ein Quatsch.

      Demokratie heißt ich kann meine Meinung äußern, dazu zählt auch der Aufruf zum Boykott.

      Eine Firma oder ein Verein entscheidet selbst, ob in einer Publikation jemand werben darf oder nicht.

      Denunziation würde niedere Beweggründe voraussetzen. Die Ausübung von Bürgerrechten sind keine niedere Beweggründe, genauso wenig wie die Bewahrung vor Verschwörungsgeschwurbel. Nazis und auch die anderen Extreme sind hier wie eine Seuche. Die Menschen entscheiden leider nicht selbst was sie glauben, sondern dies wir ihnen viel zu häufig aufgedrängt. Zumal die Nazis oft mit scheinbar harmlosen Aussagen anderen ihre Ideologie aufdrängen bzw. sich in die Köpfe schleichen wollen.

      Teilweise fehlen ihnen auch einfach die notwendigen Informationen oder das Verständnis für eine Sache.

      Zensur wäre, wenn ich gefordert hätte den Kopp-Verlag zu verbieten. Habe ich aber nicht.

  6. 6

    Ich glaube, es ist sinnlos, an der Stelle weiterzudiskutieren. Meiner Ansicht nach gehört ein Boykottaufruf eben gerade nicht dazu. Sie wissen schon, ADAC-Leser wehr euch – kauft nicht bei Kopp.

    Sie sind der Ansicht, im Kampf gegen Rechts (denn darauf läufts doch letzlich hinaus?) die Moral, die Bürgerrechte und die hehren Beweggründe gepachtet zu haben.
    Ich bin der Meinung, Demokraten verraten ihre eigenen Grundsätze, wenn „der Zweck die Mittel heiligt“ und sind keinen Deut besser als die vermeintliche Gegenseite.

    Was niedere Beweggründe sind, entscheidet im übrigen der Zeitgeist. Volksschädling, Kapitalist, Neonazi, – im Sprach“schatz“ der jeweiligen Zeit war es immer ein Dysphemismus (Gegenteil von Euphemismus, also Schlechtsprech), der „gemeldet“ (und niemals denunziert) wurde.

    Man dachte ja stets, es sei aus einem „guten“ Grund (Wohl der Volksgemeinschaft, etc…)
    Davon abgesehen, war der „Denunziant“ in dem Fall nicht auf Sie bzw. die Situation gemünzt, sondern sollte verdeutlichen, dass das eine selten dem anderen fern steht.

    Für Zensur gilt dasselbe, denn:

    Sie rufen zum Boykott auf. Schön, dass wir uns wenigstens da einig sind. Mangels Macht können Sie nicht verbieten – aber Sie wollen auf das selbe Ziel hin. Deshalb ist das Wortklauberei.

    Im übrigen ist auch „Bewahrung vor Verschwörungsgeschwurbel“ Zensur, wenn es nicht mit Argumenten erfolgt (Beispiele: sonnenstaatenland.info, psiram.com, reichlings Blog), sondern mittels „Ihr sollt das nicht lesen“.

    So läuft Demokratie eben nunmal – Jeder hat die Chance, seine Meinung zu äußern, und jeder die Chance, dagegen zu argumentieren.

    Da gibts kein „…Ausser, es sind Rechtsextremisten“.

    Wie gesagt, nachdem die NPD nicht im Bundestag sitzt, und auch die Chemtrailfraktion die Minderheit ausmacht, scheint es auch ohne ihr Boykottzensurblockwartengagement zu funktionieren.

    Viel Spass noch im Hamsterrad.

  7. 7

    Der ADAC verleiht mit Werbung für einen zumindest aus meiner Sicht überaus fragwürdigen Verlag diesem eine gewisse Reputation. Es sollte schon im eigenen Interesse des ADAC sein nicht für so etwas seine Reputation aufs Spiel zu setzen.

    Der Ruf eines Mediums färbt immer auch auf die Werbung ab.

    Inzwischen bin ich aber ohnehin ausgetreten und jetzt nach den Skandalen hat auch die Reputation stark gelitten.

    In meinem Blog hätte ich einen Hinweis auf Naziseiten übrigens entfernt, allein schon um nicht für besseres Ranking in Suchmaschinen zu sorgen. Wundert mich, dass dies der Moderator hier nicht getan hat. Ich unterstütze jedenfalls keine Nazis.

    So oder so sind die Argumente bereits zur genüge ausgetauscht und ändern nicht an meiner Einstellung gegenüber Werbung für suspektes. Jeden weiteren Kommentar unterlasse ich, weil es eh Zeitverschwendung wäre.

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