Die verlorene Jugend

Wir alle hören in letzter Zeit immer sehr viel darüber, wie schlecht es unseren Kommunen und unseren Staat an sich nun geht und das wir überall wo wir nur können an den „richtigen“ (*Hust-Hust*) Stellen doch Steuern einsparen müssen. So hört man zum Beispiel hier aus Duisburg das Gejammer, man müsse ja 150 Millionen Euro dieses Jahr einsparen und das ginge ja schon nicht mehr dadurch, dass man die Wassertemperatur in Schwimmbädern senkt oder diese ganz schließt.

Da unsere „Freunde“ von der CDU ja nicht bekannt dafür sind, große Fans der Kultur zu sein, nimmt man dann gerne mal Musikschulen und Andere so „überflüssige“ Kulturobjekte einfach von der Liste der Dinge, die noch Geld vom Staat bekommen sollen. Diese Rechnung kann leider nicht wirklich aufgehen, vorallem dann nicht, wenn die Sparpläne dann Einrichtungen betreffen die unserer Jugend gewidmet sind.

Seit einer Weile warnen unsere Politiker nun wieder vor sozialen Unruhen und davor, dass diese Unruhen vorallem durch Links-/ Rechtsextreme Gruppen motiviert werden. Natürlich ist dies ein ernstzunehmendes Problem und einige Politiker fragen sich deshalb: „Verdammt, was läuft da nur falsch ?“

Die Ursache ist eigentlich nicht schwer zu finden und liegt quasi den Politikern, die sich diese Fragen stellen, durchaus direkt vor der Nase…es sind die Einsparung an so vielen „richtigen“ Ecken weil uns die Steuergelder fehlen um Einrichtungen zu finanzieren, in welchen Jugendliche noch Beschäftigung finden.

Es sei dahingestellt, dass solche Jugendzentren teuer sind und das Problem nicht unbedingt neu ist, jedoch werden diese Einrichtungen nun doch traurigerweise immer öfter nicht gerade selten von Links-/ oder Rechtsextremen Gruppen übernommen, welche sich dann um unsere Jugend „kümmern“. Und genau da liegt nun die Wurzel des Übels, jede Möglichkeit für junge Leute sich vernünftig zu beschäftigen wird einfach nicht mehr finanziert und die Lücken dann von genau den falschen Fraktionen wieder besetzt.

Hierdurch verlieren wir ganze Generationen an die Extremisten und müssen uns nicht wundern, wenn sich so ein verwerfliches Gedankengut weiterhin in unserer Gesellschaft festsetzt, vorallem wenn es noch die jungen Leute verdirbt, welche diese Dinge dann auch an Andere weitergeben, die auch nicht die Möglichkeit hatten ein vernünftiges Jugendzentrum zu besuchen in dem man sich so um sie kümmert wie man es sollte.

Kultur ist ein wichtiges Gut, aber noch wichtiger ist die Jugend für ein Land und wer seine Jugend an die Falschen verliert weil er an den falschen Ecken spart, der wird von Kultur nicht mehr viel über haben wenn es ersteinmal zu spät ist.

Kein Sparkurs an den falschen Stellen, Kultur für die Jugend und Jugend für die Kultur.

3 Kommentare

  1. 1

    Die Farge ist doch was ist „Linksextremismus“ ?

    Für die einen ist schon jeder Linksextrem der den Kapitalismus kritisiert für andere erst die unkontrollierten gewaltbereiten Randalierer die Autos abfackeln.

  2. 2

    Um auch diese Frage zu klären…
    Ich verstehe unter Linksextremen, man verzeihe meine Wortwahl, möchtegern „Weltweit-Kommunismus“ Randalierer welche Autos in Brand stecken und eigentlich nicht wirklich Politisch motiviert sind sondern genauso sinnfrei Kravale machen wir manche ihre glatzköpfigen Feindbilder.

  3. 3

    Ich finde den Begriff ‚Extremismus‘ grundsätzlich bescheuert. Fängt schon damit an dass er eine Wortschöpfung des Verfassungsschutzes ist – Neusprech lässt grüßen. Stattdessen bleibe ich beim m.E. präziseren Begriff des ‚Radikalismus‘. Extremismus ist wesentlich stärker vom gesellschaftlichen Umfeld abhängig, um 1800 wären wir als Demokraten z.B. allesamt Extremisten gewesen, Radikalisten aber wohl kaum …

Was denkst du?

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.