Für konsequente Inklusion und barrierefreie Gesellschaft

Bereits zum 21. Mal jährt sich am 5. Mai 2013 der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der in diesem Jahr unter dem Motto „Ich bin entscheidend“ steht. Es werden viele Aktionen stattfinden, an denen sich auch die Piratenpartei beteiligt.

Der Satz „Ich bin entscheidend“ steht für Selbstbestimmung von allen Menschen. Selber entscheiden, wo ich lebe, arbeite, lerne, meine Freizeit verbringe, ob ich wähle und wer mich im Alltag unterstützt. Diese für Menschen ohne Behinderung selbstverständlichen Rechte, sind Menschen mit Behinderung hier in Deutschland noch vielfach vorenthalten.

Ulrike Pohl, Kandidatin auf der Berliner Landesliste für den Bundestag und Themenbeauftragte für Inklusion und Menschen mit Behinderungen der Piratenpartei Deutschland fordert:

„Teilhabe als Menschenrecht – das erfordert nicht nur eine Veränderung der Perspektive, sondern auch eine Veränderung der Unterstützungsformen: selbstbestimmt, individuell und wohnortnah. Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen brauchen keine Fürsorgeleistungen, die nach dem Prinzip »satt und sauber« funktionieren. Statt dessen benötigen sie teilhabeorientierte, individuelle Hilfen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Dazu gehört auch eine aktive, poltisch gewollte Öffnung des Arbeitsmarktes und der Schulen, sowie ein inklusives Wahlrecht. Nur inklusiv hat Deutschland, haben wir als Gesellschaft eine Perspektive.“

Piraten stehen dafür, Menschen mit Behinderung wahrzunehmen, zu respektieren und ihnen die selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen. Dies hat die Piratenpartei in ihrem Grundsatzprogramm verankert, das Bürgerbeteiligung, Chancengleichheit und Teilhabe in unserer Gesellschaft fordert.

In einem Positionspapier [1] hat sich die Piratenpartei zur Inklusion bekannt. Dazu Thomas Küppers, sozialpolitischer Beauftragter der Piratenpartei und Listenkandidat für die Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen:

„Inklusion muss ein Leben lang gelebt werden – beginnend in der Kita und über die Schule hinaus. Den Weg zur wertschätzenden Inklusion muss unsere Gesellschaft konsequent verfolgen.

Restaurants mit barrierefreiem Zugang und ebensolchen Toiletten müssen genauso selbstverständlich werden, wie alten- und behindertengerechtes Bauen.

Da in unserer Gesellschaft immer mehr ältere Menschen leben, wird Barrierefreiheit in den kommenden Jahrzehnten umso wichtiger werden. In den Häusern und Wohnungen ebenso wie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Wir PIRATEN gehen als Vorbild voran und leben Inklusion. Für die Teilhabe auch alter und behinderter Menschen, auch für die politische Meinungsbildung eignen sich besonders die Möglichkeiten des Internets. Wir arbeiten daran, dass der technologische Fortschritt besonders auch Menschen mit Behinderung zu Gute kommt. Dafür haben wir PIRATEN, wie keine andere Partei, wichtige Kompetenzen.“

Wir fordern, dass in allen Bereichen des öffentlichen Lebens Inklusion voll und ganz umgesetzt und gelebt wird. Das gilt besonders für inklusive Kindergärten und inklusive Schulen. Die Finanzierung der Inklusion im Kindergartenbereich ist mindestens auf das Niveau der Finanzierung für den schulischen Bereich anzuheben.

Längst überfällig ist auch die vollständige Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die Deutschland im Jahre 2007 ratifiziert hat und die am 26.03.2009 in Kraft trat.

Wir PIRATEN streben eine Gesellschaft an, in der sich Menschen unabhängig von körperlichen, psychischen, geistigen und biographischen Unterschieden, frei von Diskriminierung und Stigmatisierung mit den gleichen Chancen entfalten können. [1]

Quellen:
[1] Positionspapier Inklusion

Ein Kommentar

  1. 1
    Oma Luzifera

    Ach Inklusion!
    .
    Würden mich doch die hier herrschenden Parteifürsten und Systemfuzzies inkludieren. Als Zugereister hab ich doch die Ar…karte im Ruhrgebiet.
    .
    Das sind doch maffiöse Strukturen im Ruhrgebiet, wenn selbst fast 10.000 Bürger-Unterschriften zum Erhalt des Freibads vom Kombibad Homberg (DLRG) von der Stadtverwaltung Duisburg und dem Oberbürgermeister Sören Link (SPD) gemobbt werden. Diese Systemfuzzies schieben das einfach in die Schublade und antworten nicht.

    Auch Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann (SPD Duisburg) ist da eine total taube Nuss. Er hat die LINKE Duisburg beim Bebauungsbeschluss Sportplatz Haesen politisch total betrogen und im Vorfeld zu seiner Wahl als Bezirksbürgermeister die LINKE Duisburg massiv beschissen. Deshalb ist SPD-Paschmann ein Minderheitsbezirksbürgermeister in Homberg, Ruhrort und Baerl – Paschmann der König von „Tombolagelder“ (SPIEGEL), die einst aus Schmiergeldern der Kun-Affaire stammten: Weiße Riesen Hochheide.
    .
    Diese brutale komunalpolische Schmiere geschieht unter den Augen des Innenministers von NRW, Ralf Jäger (SPD Duisburg). Jäger ist der SPD-Chef von Duisburg als Unterbezriksparteivorsitzender der SPD Duisburg.
    .
    Der Innenminister Ralf Jäger (SPD NRW) ist befangen beim Kombibad Homberg. Jäger hat dabei eine heftige Störung bei seiner Kommunalaufsicht über die Stadt Duisburg. Dagegen wehren sich Bürger mit einer Eingabe an den Innenminister NRW am 26. April 2013. Der SPD-Jäger hat bisher nicht geantwortet.
    .
    Die Demokratie-Auffassung erscheint bei manchen Systemfuzzies in der Parteihochburg Ruhrgebiet massiv gestört.

Was denkst du?

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.