Handelsblatt macht sich zum Sprachrohr der Verwertungsindustrie – Piratenpartei bedankt sich für massive Wahlwerbung

In einer Sonderausgabe des Handelsblatt positionieren sich Künstler, Politiker, Wissenschaftler und Lobbyisten unter dem Motto »Mein Kopf gehört mir« gegen die Forderungen der Piratenpartei zum Urheberrecht. Die dort vorgebrachten Anschuldigungen ignorieren dabei mehrheitlich die beschlossenen Programmpunkte der PIRATEN und bedienen sich stattdessen altgedienter Klischees von »Kostenloskultur« und »geistigem Eigentum«.

»Unter den 160 veröffentlichten Stimmen finden sich nur wenige, die tatsächlich Urhebern gehören, wie z. B. Autoren oder anderen Künstlern. Das ist bezeichnend für die Urheberrechtsdebatte: Nur vordergründig werden ›Interessen von Kreativen‹ vertreten. Medienkonzerne, die den Anschluss an die moderne Informationsgesellschaft verpasst haben, wollen um jeden Preis ihre Verwertungsrechte aus der physischen Welt unverändert auf die Netzwelt anwenden und die Urheber weiterhin in restriktive, umfassende und einseitige Vertragsabhängigkeiten zwingen«, kommentiert Musiker, Labelchef und Pirat Bruno Kramm. »Die von uns angestrebten Reformen begrenzen Verwerterrechte, da nach unserer Überzeugung das Urheberrecht in erster Linie den Urhebern und der Allgemeinheit zu dienen hat.«

Bernd Schlömer, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei stellt klar: »Wer die Forderungen der Piratenpartei fälschlicherweise auf ein ›wir wollen alles umsonst‹ reduziert, handelt entweder aus Unwissenheit oder verfolgt eigene Interessen. Ich würde mir wünschen, dass das Handelsblatt seine journalistische Expertise nutzt und einen konstruktiven Dialog mit den Piraten eingeht. Wir stehen diesem jederzeit offen gegenüber, dieser muss aber auch mit den Urhebern geschehen, nicht über sie.«

Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland

Was denkst du?

Captcha * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.