Protestaktion der Bauwagenbewohner; Bild: Privat

Kundgebung zur Zwangsräumung des Duisburger Bauwagenplatzes

Am Samstag, dem 24.09.2016 um 15 Uhr, veranstalten die Bewohner des Duisburger Bauwagenplatzes eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz. Sie wollen damit noch einmal auf ihre gefährdete, von Zwangsräumung bedrohte, Wohnsituation aufmerksam machen. Während der Kundgebung wird Infomaterial verteilt und Passanten können sich im direkten Gespräch mit der Historie und der aktuellen Situation des Wohnprojektes vertraut machen.

Seit über 21 Jahren residiert die Wagenburg nun schon am Ende der Südstraße in Duisburg-Homberg. Dieser Bauwagenplatz ist zugleich der letzte seiner Art im Duisburger Stadtgebiet. In 2014 sprach die Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl dem Trägerverein „Experimentelles Wohnen e.V.“ die Kündigung des Pachtvertrages aus. Seither kämpfen die Wagenbewohner, auch juristisch, um den Erhalt ihres alternativen Wohn- und Lebenskonzepts.

Besonders bedrückend an der aktuellen Situation ist der Umstand, das die tatsächlichen Gründe für die Kündigung des Pachtvertrages bis heute nicht bekannt sind. Alle damaligen Vorwürfe erwiesen sich später als haltlos. Der benachbarte Tempoli-Spielplatz, dem das Gelände zugeschlagen werden soll, hat auch noch kein Konzept für dessen Verwendung vorgelegt.

Die Weigerung der Stadt Duisburg, den Wagenleuten ein geeignetes Ersatzgelände anzubieten, macht die ganze Angelegenheit endgültig zur Farce. Letztendlich bedeutet es, dass die Stadt diese alternative Lebensform nicht mehr dulden will und die Wagenleute damit faktisch vertreibt. Diese Menschen haben sich ganz bewußt für ein Leben im Bauwagen entschieden. Sie ziehen nicht einfach in eine der üblichen Mietwohnung.

Selbst das benachbarte Düsseldorf, angeblich so nobel und vornehm, beherbergt innerhalb seiner „Stadtmauern“ seit rund 30 Jahren einen Bauwagenplatz. Dieses alternative Wohnprojekt an der Kiefernstraße ist fest im Kulturbetrieb der Landeshauptstadt integriert. Dort wird noch gepflegt, was man in Duisburg einfach entsorgen will.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist lediglich ein Informationsangebot und keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland oder des Kreisverbandes Duisburg.

Ein Kommentar

  1. 1

    Demenz.

    Seit Jahrzehnten haben die verfeinstaubten Hirne der Politik und Stadtverwaltung Duisburg eine heftige Störung zur Demokratie. Die Kommunalaufsicht Innenminister Ralf Jäger SPD stellt einen Blankojagdschein aus. Jäger ist im Duisburger Feinstaub-Hotspot daheim. Jüngst rief Jäger zu Respekt auf: https://www.respekt.nrw/
    Was er tut, kann er ob seiner Herkunft kaum begreifen. Jäger hat keinen Respekt vor den Bürgern. Die SPD-Parteihochburg NRW ist das letzte Deutsche Bundesland ohne modernes Kommunalwahlrecht. Der Feinstaubschnüffler Ralf Jäger sagt: „Das verstehen die Menschen nicht!“ (… und er selbst?)

    Demente administrative SPD-Feinstaubbirnen gab es schon bei der Baulöwen-Kun-Parade 1975 in Hochheide unterstützt von korrupter Polizei:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Siedlung_Rheinpreu%C3%9Fen
    http://www.rheinpreussensiedlung.de/index.php/unsere-geschichte
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16524

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