Nacktscanner – so funktioniert das!

Da es wohl nicht jedermans Geschmack ist: Achtung, dieser Beitrag trieft vor Satire, Sarkasmus und Zynismus. Wem das zu unseriös ist, der mag diverse Artikel auf Heise oder der Zeitung seiner Wahl lesen.

Nacktscanner werden uns alle retten! Der Ansicht scheint man zumindest bei der Union zu sein. Doch wie genau funktioniert das?

Es gibt da zwei Möglichkeiten. Möglichkeit A:

Durch Röntgenstrahlung wird die Kleidung durchdrungen und der Körper abgetastet. Das Resultat wäre, dass jeder Pixel, der nicht zur Haut gehört, gleich erkannt wird und es so schwierig wird, Sprengstoff am Körper zu tragen und damit unerkannt zu bleiben.

Und es hätte den netten Nebeneffekt, dass selbst, wenn der Anschlag misslingt, der Attentäter früher sterben wird. Denn Röntgenstrahlen, davor warnt jeder (Hobby-)Mediziner, sind gefährlich, da ihre Strahlung langfristig Krankheiten auslösen kann. Klasse! Vielflieger braucht eh kein Mensch!

Außerdem ist es nun möglich, anhand der Bewertung der „Manneskraft“ (denn auch das kann man da sehen) den potenziellen Attentäter aus der Reserve zu locken, so dass der sich in die Luft sprengen will, wenn man ihn mit Pistolen noch davon abhalten kann. Ja, da kommt doch Freude auf!

Nun gut, wenn man jetzt gerade KEIN Attentäter ist, dann können solche Intimstellen natürlich auch gegen einen verwendet werden. Und auch diese Leute haben ein höheres Strahlenrisiko. Aber wer ist das schon? Wir leben doch bekanntlich in einem Land mit über 80 Millionen potenziellen Terroristen! Solche Minderheiten kann man vernachlässigen!

Jetzt gibt es aber noch Methode B, die „humane“:

Das mit der Gesundheit ist natürlich blöd, denn ab und wann müssen ja auch Politiker fliegen. Und die müssen ja möglichst lange im Amt bleiben und nicht durch Krebs etc. daran gehindert werden. Also überlegte man sich, die Terraherz-Strahlung zu messen. Das ist praktisch, weil die jeder Mensch ausstrahlt, ein Sprengstoffgürtel jedoch nicht. Das misst man einfach und gut. Auch die Haut wird nicht mehr erkannt, stattdessen gibt es genormte „Männchen“, auf deren Körpern dann die einzelnen Gegenstände zu sehen sind.

Klingt ja erstmal nett für den Politiker. Nur, dass das noch in der Testphase ist. Und zudem reichen die eigenen Terraherz-Strahlen wohl noch nicht aus, um auch eine Sicherheit im Ergebnis zu garantieren. Also kommt nun Variante 2b:

Man schießt Terraherz-Strahlen auf den Körper, um die „Eigenstrahlung“ zu verstärken. Spitze! Strahlung vermieden durch Bestrahlung! Und um das ganze spannend zu machen, weiß noch keiner so recht, wie das eigentlich mit Langzeitwirkungen aussieht (Röntgenstrahlen sind im Vergleich schon seit hundert Jahren im Einsatz). Der Attentäter kann also doch eines natürlichen Todes mit 45 sterben!

Bleibt noch die Sache mit dem Umfang. Nein, es soll nicht mehr möglich sein, die Haut zu sehen (denn es muss ja nicht jeder wissen, wenn Frau Merkel nen Sonnenbrand hat, obwohl sie doch auf einer wichtigen „Konferenz“ war). Und gerade die Intimzone soll auf dem Display „abgetrennt“ werden, denn den Körperumfang sieht man immer noch. Leider verschwindet damit die Möglichkeit, sich über die Physis der Attentäter lustig zu machen. Und der hat sogar im Gegenteil die Chance (auch die Attentäterin), dort den Sprengstoff zu verstecken. Klingt ekelig? Ja, das ist es. Aber wer nimmt auf seinen Körper Rücksicht, wenn dieser in 10 Minuten eh nur noch aus Atomen besteht?

Zu guter Letzt werden Kinder ja auch noch gefilzt. Und auch deren Körperumfang wird geschaut. Klasse für das Sicherheitspersonal. Muss man nicht mehr im Netz schauen, wo die Kinderpornographie zu finden ist, die kommt gleich frei haus!

Gut, dass Zensursula nicht mehr Familienministerin ist. Sonst gäbe es noch ein STOP-Schild für diese Methoden. Und das darf natürlich nicht sein. Denn für Al-Kaida wird es nun wesentlich schwieriger, Flugzeuge in die Luft zu jagen. Man muss Schmiergeld bezahlen – ach halt, das tun die ja eh – selbst mit Terraherz-Strahlen zurückschießen, oder den Sprengstoff in Körperöffnungen transportieren. Und das ist ja eklig. Wen wollen schon 72 Jungfrauen, wenn man C4 im Mund hat? Dann muss man sich eben auf Züge, Bahnhöfe, Fußballstadien etc. konzentrieren. Da kann man auch ne Menge Menschen töten. Und bis es da mal Körperscanner gibt, wird es noch dauern. Es hilft nur eines: die Dinger müssen überall stehen. An Schulen, Universitäten, großen Fabriken, Freizeitparks, eben überall, wo Menschen sind. Den gläsernen Menschen zu schaffen, das ist unser Auftrag – ihre Union! Und dafür gibt man auch Geld aus, denn das hat man ja durch die Steuersenkungen!

Danke, jetzt fühle ich mich sicher – vor der Privatspähre!

2 Kommentare

  1. 1

    Herr Bosbach – Nacktscanner

  2. 2

    Ich bin gerade mit dem iPhone unterwegs. Man kann den Blog hier sehr gut darauf lesen.

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