TTIP CETA TISA - NICHT MIT UNS TTIP CETA TISA - NICHT MIT UNS

Nix zu lachen bei TTIP

In der Sendung am 24. Mai 2016 drehte sich beim politischen Kabarett der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ alles um das „Transatlantic Trade and Investment Partnership“, kurz TTIP. Die Gastgeber Max Uthoff und Claus von Wagner boten mit Unterstützung von Christine Prayon, Masud und Chin Meyer einen gewohnt bissigen und zugespitzten Blick auf das gewählte Thema.

Das Transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU steht seit Beginn der geheimen Verhandlungen massiver Kritik gegenüber. In der Sendung zeigten die Kabarettisten, dass diese Kritik absolut gerechtfertigt ist.

In kleinen Rollenspielen hatten auch Cecilia Malmström (Christine Prayo), die EU- Handelskommissarin und Dan Mullaney (Chin Meyer), der Vertreter der USA bei den Verhandlungen, ihre besonderen Momente. In ihren Spielszenen sprachen die beiden direkt und ungeschönt aus, was sonst hinter blumigen Floskeln von Wohlstand und Wachstum für alle verborgen wird.

TTIP ist ein Albtraum [1]. Für die europäische Demokratie, für die europäische Wirtschaft und nicht zuletzt für die Menschen auf diesem Kontinent. Wird TTIP realisiert, werden die europäischen Staaten und ihre Bürger zu Geiseln der globalen Konzerne. Dann gilt nur noch Profitmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste.

Das Publikum der Anstalt mag und versteht den bissigen Humor der Kabarettisten. Es wird oft und gerne gelacht. An diesem Abend blieb es oft auffällig ruhig und das lag nicht an der Qualität der Darsteller. Beim Thema TTIP gibt es nicht viel zu lachen. Der Abend bot für einen Moment den Blick in eines sehr düstere Zukunft.

Die gut 50-minütige Sendung ist noch für kurze Zeit in der ZDF-Mediathek [2] abrufbar. Wird aber auf YouTube [3] sicher dauerhaft zur Verfügung stehen.

Fazit: Abolut sehenswert!

Quellen:

[1] PIRATEN-Infos zu TTIP

[2] Die Anstalt in der ZDF-Mediathek

[3] Die Sendung auf YouTube

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Hinweis: Dieser Beitrag ist lediglich ein Informationsangebot und keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland oder des Kreisverbandes Duisburg.

Ein Kommentar

  1. 1

    Ich verstehe die Empörung über den Ablauf der TTIP-Verhandlungen nicht so recht!

    Die kritisierte Intransparenz findet sich doch allerorten; sei es durch Nichtveröffentlichung von Protokollen, wie hier:

    https://wiki.piratenpartei.de/NRW:Kreisparteitage_Duisburg_2016

    oder hier:

    https://wiki.piratenpartei.de/NRW:Duisburg/Kreisverband/Protokolle

    Wobei in Bezug auf Abschottung von Kritik selbst die TTIP-Mauschler noch lernen können:

    „TOP 1 [sic!]: Nachbereitung KMV 1_2014 (Nichtöffentlich)

    Gäste werden in Zukunft ihre Fragen schriftlich einreichen, sie werden dann
    durch die Versammlungsleitung verlesen.“

    https://wiki.piratenpartei.de/NRW:Duisburg/Kreisvorstand/Protokoll-2014-01-24

    Echte TTIP-Profis hätten eine solche Regelung jedoch vermutlich als innovative Hilfestellung zu Beförderung des politischen Diskurses dargestellt.

    Auch die in Bezug auf die TTIP-Verhandlungen häufig kritisierte Praxis, relevante Dokumente nicht zu veröffentlichen, sondern nur in Leseräumen handverlesenen Personen zugänglich zu machen, findet ihr Pendant:

    „Die Fragen und Antworten der Kandidaten bei der Befragung wurden aus dem öffentlichen Protokoll entfernt. Bei einem nachvollziehbaren Interesse können diese auf Antrag beim KV oder LV im Originalprotokoll eingesehen werden.“

    https://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/1/17/Protokoll_der_KMV_DU_1-2015_Final.pdf

    Über so etwas regt sich kein Mensch mehr auf, hat es sich doch offenbar zum Standard entwickelt.
    Ich selbst lache darüber nicht mal mehr.

    Danke dennoch, Siegfried, für den Link zur wirklich hervorragenden Folge der „Anstalt“

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