PIRATEN Duisburg: Keinen „Rettungsschirm“ für Dr. Greulich

Um einen lukrativeren Posten für Stadtdirektor Dr. Greulich zu schaffen, soll eine weitere Geschäftsführerstelle bei den Wirschaftsbetrieben Duisburg (WBD) entstehen, während gleichzeit innerhalb der Wirtschaftsbetriebe und anderer städtischen Betriebe und Einrichtungen hunderte Stellen einem Sparpaket zum Opfer fallen sollen. Die Piratenpartei in Duisburg fordert die politisch Verantwortlichen nachdrücklich auf, dieses Vorhaben nicht umzusetzen.

Noch im Juni diesen Jahres wurden die Duisburger Bürger und Bürgerinnen aufgefordert, sich aktiv am Haushaltssanierungplan der Stadt Duisburg zu beteiligen. Es wurde darauf hingewiesen, dass ohne ein Sparpaket ein ausgeglichener Haushalt für Duisburg nicht erreichbar ist. Empfindliche Einschnitte für die Bürger und Bürgerinnen sind unumgänglich. Es wurde u.a. um den Erhalt des Stadttheaters, der Rheinhausenhalle und des Kombibads in Homberg gestritten.

„Das jetzige Vorhaben der Stadtspitze kann nur als ein Affront gegen die Bürger und Bürgerinnen und die Beschäftigten der Stadt gewertet werden“ erklärt Hans-Peter Weyer, Pressesprecher der Duisburger PIRATEN. „Streichungen bei Bildung, Freizeit und Kultur, zusätzlich Kündigungen für Mitarbeiter städtischer Betriebe, alles um zu sparen – und gleichzeit wird einem unliebsamen Stadtdirektor ein finanzieller Rettungschirm geschnürt. Das ist nicht zu fassen.“

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sind zu 100% im Eigentum der Stadt Duisburg. Der Rat der Stadt Duisburg trifft daher die grundsätzlichen Entscheidungen. Die Ausweitung der Geschäftsführung der WBD um eine weitere Stelle war schon früher diskutiert, aber aufgrund der schlechten Finanzlage immer wieder verworfen worden. Durch die vorgesehene Übernahme der GfB soll nun einer der beiden Geschäftsführer der GfB in die WBD übernommen werden. „Damit“ so Weyer „wird bereits eine Erweiterung in der Geschäftsführung der WBD geschaffen. Wieso dann noch eine dritte Stelle?“

Dr. Greulich gilt wegen seiner freundschaftlichen Verbindung zu Adolf Sauerland und seiner Rolle bei der Loveparade 2010 als Störfaktor im Rathaus. Die PIRATEN finden es einen seltsamen „Zufall“, dass genau zu diesem Zeitpunkt ein zweiter bzw. sogar dritter zusätzlicher Vorstand für die WBD erforderlich wird. Vorstandsposten städtischer Gesellschaften sind ihrer Meinung nach weder Fluchtburgen für amtsmüde noch ein Abstellgleis für unliebsame Dezernenten. „Die Duisburger Bürger haben ein Anrecht darauf, dass die Positionen in städtischen Gesellschaften rein nach Qualifikation und nicht nach politischer Wetterlage besetzt werden.“ so Weyer weiter. „Wenn Dr. Greulich als Dezernent für die Ratsmehrheit nicht mehr tragbar ist, muss sie ihn abwählen. Wenn sich Herr Dr. Greulich in seinem Arbeitsverhältnis nicht mehr wohl fühlt, wird er sicherlich Möglichkeiten finden, es zu beenden.“ Jemanden mit einem lukrativen Posten rauszukaufen wäre nach Ansicht der Duisburger Piraten ein fatales Signal für Duisburg .

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:
Hans-Peter Weyer
Presseteam Piratenpartei Duisburg

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