Stellungnahme der Piratenpartei Duisburg zur Causa Winkler

In einem Beitrag des Newsportals „xtranews“ vom 14.06.2012 [1] wird auf die illustre Vergangenheit von Andreas Winkler eingegangen, der in den Medien der WAZ-Gruppe als „Kronzeuge“ gegen die angeblich katastrophalen Zustände bei den Duisburger PIRATEN präsentiert wurde.

Zur Erinnerung: In zwei Artikeln, am 04.06. und am 11.06., wurde Andreas Winkler in der NRZ Duisburg sowie im Internetportal der WAZ-Gruppe, derwesten.de, breiter Raum für seine Vorwürfe gegen die Piratenpartei Duisburg eingeräumt. Dabei sind Winklers Behauptungen durchweg unkonkret und allgemein. So wird er am 04.06. auf derwesten.de mit folgenden Aussagen zitiert: „„Die Duisburger Piraten sind fast alles Greise“, sie seien ein „Sammelbecken für Versager“ und eine „Selbsthilfegruppe für Arbeitslose“ [2]. Eine Nachfrage beim Landesverband der Piraten, der Zugang zur Mitgliederkartei hat, oder bei den Duisburger Büro- oder Pressepiraten hätte diese Behauptungen Winklers schnell ad absurdum geführt: Die Mehrheit der Duisburger PIRATEN sind nämlich keinesfalls vorwiegend arbeitslos oder im Rentenalter. Das Altersspektrum reicht von jungen Leuten bis zu über 60-Jährigen (die eine eindeutige Minderheit bilden), das Spektrum der beruflichen Tätigkeiten reicht vom Polizeibeamten bis zum erfolgreichen IT-Unternehmer.

Am 11.06. wird Winkler auf derwesten.de wie folgt zitiert: „Viele Piraten sind außerdem machtgeil, realitätsfern und richtige Speichellecker.“ [3] Wessen Speichel sie lecken, wird nicht näher erklärt – was auch schwierig wäre, wie ein Blick in die Mailingsliste der Duisburger Piraten sofort zeigt. Da wird nämlich oft mit harten Bandagen gekämpft, also genau das Gegenteil dessen, was Winkler behauptet – und was der Redakteur und Verfasser der beiden Artikel auch wissen muss, denn er ist schließlich selbst Abonnent der Mailingliste.

Wenn zudem stimmt, was „xtranews“ berichtet, dass nämlich Andreas Winkler schon seit längerer Zeit in Deutschland nicht gemeldet ist, sondern in Dublin, dann wäre er auch kein Mitglied der Piraten Duisburg. Bei seinem Mitgliedsantrag gab er als Meldeanschrift eine Adresse in Duisburg an. Sofern er dort aber nicht gemeldet ist, ist auch seine Mitgliedschaft ungültig und damit auch seine Wahl zum Pressesprecher.

Nachdem „xtranews“ am Donnerstag das Ergebnis seiner Nachforschungen veröffentlicht hat, dürfte nun jedem klar sein, welchen Wahrheitswert man den Aussagen Winklers beimessen kann. Aber auch die Medien, insbesondere die WAZ-Gruppe und RTL, hätten jede Sorgfaltspflicht vermissen lassen, so Gerd Ruebenstrunk, Pressesprecher der Duisburger PIRATEN. „So wurden die Aussagen Winklers veröffentlicht, ohne vorher einmal bei den Duisburger Piraten rückzufragen, wie es journalistischer Usus ist. Dann hätte man schnell festgestellt, wie glaubwürdig der „Kronzeuge“ ist.“

Die Duisburger Piraten gehen davon aus, dass die Sache damit erledigt ist. Zugleich hoffen sie, dass auch die WAZ-Gruppe daraus ihre Lehren zieht und zukünftig genauer und seriöser recherchieren wird, bevor sie einen Beitrag veröffentlicht.

[1] http://www.xtranews.de/2012/06/14/der-windige-zeuge-aufmerksamkeitstater-denunziert-piraten-foppt-medien/
[2] http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ex-sprecher-der-piraten-nennt-partei-sammelbecken-fuer-versager-id6729785.html
[3] http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/wie-sich-duisburgs-piraten-langsam-zerfleischen-id6757603.html

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:
Hans-Peter Weyer
Presseteam Piratenpartei Duisburg

3 Kommentare

  1. 1

    Verstehe ich euch richtig, eure Mitgliederkartei erfasst, wer arbeitet und wer nicht?
    Welche Spalten nutzt ihr denn dafür im Sage?

  2. 2

    […] seines Geweses rund um die Duisburger Piratenpartei im Sommer hat sich Xtranews mal näher mit dem Herrn […]

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