Protestaktion der Bauwagenbewohner; Bild: Privat

Wagenleute laden die Bezirksvertreter zum Gespräch ein

Die Bewohner des von der Räumung bedrohten Bauwagenplatzes in Duisburg-Homberg laden die Fraktionsvertreter der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl zu einem Gespräch ein. In einem Offenen Brief [1] wenden sie sich namentlich an Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann (SPD), Hans-Gerd Bosch (SPD),  Dietmar Beckmann (Bündnis 90/Die Grünen), Claus Radny (CDU) und Thomas Rangs (FDP).

Den letzten Einigungsversuch gab es am 08. März 2016 bei einem Gesprächstermin mit dem Immobilien-Management Duisburg (IMD), bei dem den Wagenleuten ein Angebot zur weiteren Nutzung des Geländes unterbreitet werden sollte. Dieses Gespräch verlief jedoch ergebnislos. Danach wurde ihnen per Brief vom 23. März 2016 mitgeteilt, dass kein Raum für weiter Vertragsgespräche bestünde.

Die einseitige Beendigung aller Gespräche wollen die Wagenleute aber nicht so einfach hinnehmen. In ihrer Einladung bieten sie sogar an, zu diesem Gespräch einen Mediator hinzuzuziehen, der das Treffen auch mit fachlicher Expertise begleiten kann.

Noch immer ungeklärt ist die Frage, warum die Wagenleute das Gelände räumen sollen und warum ihnen auf dem Duisburger Stadtgebiet kein Alternativgelände angeboten wird. Diese kategorische Verweigerungshaltung der Stadt gegenüber dieser Gemeinschaft stimmt mehr als bedenklich. Es erweckt den Eindruck, das in Duisburg alternative Wohnformen jenseits von Mietwohnung und Eigenheim nicht mehr geduldet werden. Warum nicht?

Am Sonntag, dem 17. April, startete Oberbürgermeister Sören Link in der Mercatorhalle unter großem Medienecho die neue Imagekampagne der Stadt Duisburg [2]. Alle Bürger der Stadt sind aufgefordert, ihre Ideen für eine bessere Außendarstellung der Stadt einzubringen. OB Link könnte sofort in Duisburg-Homberg loslegen.

Herr Oberbürgermeister, reden Sie mit den Wagenleuten. Bieten Sie ihnen wenn nötig einen alternativen Lebensraum an. Zeigen Sie, das Sie sich ernsthaft um das Wohl Ihrer Mitmenschen in Duisburg sorgen, auch wenn diese „nur“ in einem Bauwagen leben. Zufriedene Bürger sind noch immer die beste Werbung für eine Stadt.

Quellen:

[1] Offener Brief der Wagenleute [PDF]

[2] WAZ: Duisburg sucht Ideen für besseres Image — viele suchen mit

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Hinweis: Dieser Beitrag ist lediglich ein Informationsangebot und keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland oder des Kreisverbandes Duisburg.

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